Wunderwaffe Mindset (Teil 1)

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Das Wort Mindset hören wir heutzutage immer öfter. Vor allem geht es darum, das richtige Mindset einzunehmen. Das ist leichter gesagt als getan!

Was bedeutet Mindset?

Mindset wird oft mit Denkweise, Einstellung, Haltung beschrieben. Letztlich lässt sich ein Mindset am einfachsten als eine persönliche Sammlung von Grundüberzeugungen, Glaubenssätzen (persönliche Überzeugungen, Meinungen) oder Prinzipien beschreiben. Es definiert also vor allen Dingen unser grundsätzliches Denken und bestimmt damit unsere Reaktionsweise gegenüber beispielsweise anderen Menschen, gegenüber Herausforderungen, ja gegenüber dem gesamten Leben.

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Unser Mindset wird durch viele Erinnerungen und Erfahrungen geprägt, die sich fest im Unterbewusstsein verankern und das sind zum einen

  • die positiven, welche uns ermutigen und uns in unseren Vorhaben pushen sowie
  • die negativen, welche eine bremsende Wirkung auf uns haben und dazu führen, dass wir uns z. B. einige Dinge nicht trauen oder ablehnen.

Vor zwei Jahren noch bin ich täglich zusammen mit meinem Freund ins Büro gefahren. Ohne Stau hat der Weg 20 Min. gedauert, mit Stau eine ganze Stunde. Und darüber habe ich mich aufgeregt! Aber wie ein Rohrspatz habe ich jeden Tag vor mich hin geflucht. Denn meine Zeit produktiv und für sinnvolle Dinge zu nutzen ist mir persönlich sehr wichtig. Ich bin also jeden Tag mit einer äußerst bescheidenen Laune in den Tag gestartet und hatte bereits morgens einen Großteil meine Energie für eine Sache aufgebraucht, die ich nicht ändern konnte bzw. wollte (Bahnfahren war nicht so meins).

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Mit dem Wissen von heute, hätte ich mir gesagt: dass es überhaupt keinen Sinn ergibt, sich jeden Tag über dieselbe Sache aufzuregen. Wir hätten, anstatt uns über Gott und die Welt zu unterhalten, die Zeit genutzt, um über unsere Weltreiseplanung zu sprechen, hätten Podcasts hören können oder oder oder. Dann wäre der Stau wahrscheinlich viel zu schnell vorüber gegangen, weil wir noch wesentlich länger hätten über unsere Pläne philosophieren wollen.

Warum ist das Mindset so wichtig?

Unser Mindset arbeitet vor dem Hintergrund unserer Glaubenssätze wie eine Art Filter, welcher bestimmt, wie wir unsere Situation und insbesondere unsere eigenen Möglichkeiten wahrnehmen und wie wir uns schlussendlich verhalten. Lebe ich also nach dem Motto: „Vom schlechtesten ausgehen und das Beste hoffen“, passt sich mein Verhalten unbewusst daran an und das zahlt schlussendlich negativ auf meine Wirkung ein.

„Unsere Gedanken spiegeln die Realität nicht einfach wider, sie formen diese Realität vielmehr maßgeblich selbst.“

Alia Crum

Die Änderung vieler meiner Grundeinstellungen hat bei mir zu bedeutend weniger erlebtem Stress und in der Folge zu mehr Gelassenheit geführt. Mein Umfeld beschreibt mich als deutlich positiver und ich fühle mich zufriedener und glücklicher als je zuvor.

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Überleg mal, was damit alles möglich ist! Du kannst deine eigene Realität neu erschaffen. Vielleicht hast du schon mal von dem durch Robert King Merton geprägten Begriff der ‚Self-fullfilling Prophecy‘ – der selbsterfüllenden Prophezeiung oder dem Gesetz der Anziehung (Resonanzgesetz) gehört. Hinter der Self-fullfilling Prophecy steckt die Theorie, dass sich das, was ich mir selbst erzähle auch wahr wird. Das geschieht durch die unbewusst ablaufende Verhaltensänderung, welche durch meine Gedanken ausgelöst wird. Das Gesetz der Anziehung besagt, dass Gleiches Gleiches anzieht.

Im übertragenen Sinn bedeutet das: nichts was du denkst, ist richtig oder falsch, aber alles was du denkst, wird wahr. Egal ob du jetzt glaubst, du kannst etwas oder du kannst etwas nicht. Du wirst sehr oft in beiden Fällen recht behalten. Denn das, was du dir selbst erzählst, wird wahr.

Ob das alles stimmt, darüber scheiden sich die Geister. Aber auch hier: wenn du daran glaubst, kann es dir helfen und es kostet dich nichts oder tut nicht weh. Du kannst davon also nur profitieren.

Die Herausforderung dabei

Der rationale Verstand sagt oft etwas anderes als das Unterbewusstsein. Das kennst du mit Sicherheit auch: dein Bauchgefühl sagt „Machen!“, dein Kopf sagt „Besser nicht…“

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Stell dir folgendes Beispiel vor: Du kennst sie sicher noch aus der Schulzeit: die alten Projektoren, wo mit Folienstift drauf geschrieben wurde. Jetzt stell Dir vor, auf diesem Projektor ist ein Fussel. Und du gehst an die Wand und möchtest diesen Fussel dort wegbekommen. Was natürlich nicht funktioniert, denn der liegt ja auf dem Projektor. Oder stell Dir vor, Du hast ein Dokument ausgedruckt und siehst darin einen Fehler und versuchst ihn wegzuradieren. Das funktioniert natürlich genauso wenig, weil der Fehler auf der Festplatte in dem Dokument ist.

Und so ist es auch mit deinen Glaubenssätzen, deinen persönlichen Geschichten, die du dir erzählst, deinen Überzeugungen. Wenn du nur versuchst Dein Verhalten zu verändern, aber nicht tief in dir bei der Basis anfängst, funktioniert das einfach nicht. Die Überzeugung sitzt fest verankert auf Deiner Festplatte und muss erst von Dir persönlich umprogrammiert werden.

Wie kann ich mein Mindset gezielt ausrichten?

Durch Training!

Du selbst kannst bestimmen, welche neuen oder anderen Denkweisen du etablieren möchtest und mit genügend Training, kannst du diese verankern. Damit das auch nachhaltig funktioniert, musst du regelmäßig geeignete Impulse setzen, damit sich dein Gehirn mit dem gewünschten Mindset auseinandersetzt.

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Diese Verankerung kann nur dann funktionieren, wenn du kontinuierlich geeignete Denkimpulse setzt, die eine kurze Auseinandersetzung mit dem gewünschten Denken auslösen und damit für eine nachhaltige Festigung sorgen.

Es gibt wunderbare Techniken, wie dieses Training aussehen kann, auf diese möchte ich in meinen nächsten Artikeln eingehen.